Social Media Regeln für B2B-Unternehmen

Social Media in B2B-Unternehmen

15. August 2017

Social Media verändert die Unternehmenskommunikation. Im Markenartikelbereich betreiben Unternehmen heute schon ein sehr aufwändiges Social-Media-Marketing, um die Konsumenten auf den verschiedensten Plattformen zu erreichen. Im B2B-Bereich werden die sozialen Medien dagegen noch nicht so intensiv genutzt. Dort läuft vieles noch über herkömmliche Kanäle und über persönliche Kontakte.

Dennoch sollten sich auch B2B-Unternehmen mit dem Thema Social Media Marketing beschäftigen. Schließlich lassen sich gerade persönliche Beziehungen und Kontakte über Social-Media-Netzwerke knüpfen, pflegen und ausbauen. Das generiert Leads und erzielt einen messbarerer ROI.

Welche B2B-Unternehmen sollten sich mit Social Media befassen?

Natürlich sollte sich jedes Unternehmen mit Social Media auseinandersetzen. Dabei gilt es herauszufinden, ob die angesprochene Zielgruppe Social Media benutzt. Genauso wichtig ist es, zu überprüfen, ob die eigenen Produkte oder Dienstleistungen in den sozialen Medien thematisiert werden. Wenn ja, sollten sie auf alle Fälle ein Engagement auf Social-Media-Kanälen ins Auge fassen.

Social Media Plattformen im B2B-Geschäft

Was halten B2B-Unternehmen von Social Media?

Eine aktuelle Untersuchung hat nachgefragt, was Marketingentscheider im Mittelstand über Social Media denken. Demnach glauben rund 36 Prozent der befragten mittelständischen Entscheider, dass durch eine Präsenz des Unternehmens auf Facebook zusätzliche Kontakte zu Kunden und Bewerbern entstehen.

Jeder zweite beantworte die Frage nach Aufmerksamkeit und neuen Kontakten durch Unternehmensfilmen auf YouTube mit Ja. Allerdings sind mit 27 Prozent nur die wenigsten Entscheider davon überzeugt, dass eine zusätzliche Nutzung von Social-Media-Plattformen deutliche Vorteile gegenüber der Kombination aus eigener Unternehmenswebsite und Suchmaschine hat. Zwei Drittel der Marketingentscheider des B2B-Mittelstandes sehen das eher pessimistisch.

Der Grund für das eher negative Urteil zum Thema Social Media: Alle Inhalte seien ja auch auf der unternehmenseigenen Website zu finden. Außerdem zweifeln 26 Prozent aus dem Zweidrittel-Lager der Kritiker daran, dass ihre Kunden Facebook und andere Social-Media-Angebote überhaupt nutzen. Ein erstaunliches Ergebnis, wenn man bedenkt, dass das Durchschnittsalter in der Industrie nur noch unwesentlich über dem der Facebook-Nutzer liegt.

Einsicht in die eigenen Unzulänglichkeiten gehört aber auch dazu. Schließlich finden rund 15 Prozent der kritisch eingestellten B2B-Mittelständlern, dass es einfach nicht genügend interessante News aus der eigenen Firmen zu berichten gibt.

Welche Bedeutung hat Social Media für B2B-Unternehmen?

Es zeigt sich, dass es für B2B-Industrieunternehmen wichtig ist, im Netz gefunden zu werden. Das Verteilen von Inhalten auf verschiedenen Kommunikationskanälen im Internet ist dagegen noch nicht so wichtig. Themenplattformen, Branchenportale oder B2B-Verzeichnisse mit spezifischen Fachinformationen sind wichtiger als ein intensives Engagement auf Social Media Plattformen.

5 goldene Social Media Regeln für B2B-Unternehmen

Dennoch sollten auch B2B-Unternehmen Social-Media-Plattformen in ihre langfristige Marketingplanung mitaufnehmen. Dabei können die folgenden fünf goldenen Regeln helfen:

  • Regel 1: Lernen Sie ihre Kunden kennen

Social Media Marketing ist auch im B2B-Geschäft Kommunikation. Dazu müssen Sie wissen, mit wem sie überhaupt online kommunizieren wollen und können. Analysieren sie deshalb genau, wer ist ihre Zielgruppe, welche Interessen hat diese und auf welchen Social-Media-Kanälen ist sie zu finden.

  • Regel 2: Entwickeln Sie ihre eigene B2B Social Media Strategie

Es reicht nicht, einfach nur einen Facebook-Account für die Firma zu eröffnen. Machen Sie sich vor dem Start klar, was sie kommunizieren wollen. Vielleicht geht es vor allem darum, guten Nachwuchs für das Unternehmen zu rekrutieren? Oder sie nutzen die Social-Media-Kanäle als Rückkanal für Kundenmeinungen zu Produkten und Dienstleistungen, um ihren Service zu verbessern. Oder sie verkaufen neue Produkte darüber. Entscheiden Sie vor dem Beginn des Social-Media-Marketings, was im Social Media erreichen wollen. Und entwickeln sie die passende Strategie.

  • Regel 3: Hören Sie auf ihre Kunden

Social Media ist Kommunikation in beide Richtungen. Unternehmen können die Vorteile von Produkten und Dienstleistungen hervorragend direkt und relativ treffsicher an Kunden kommunizieren. Doch die antworten auch. Sie haben Beschwerden, Kritik und Lob zu verteilen. Und wollen damit ernst genommen werden. Hören Sie deshalb genau zu. So billig und effizient können ist Marktforschung sonst nie.

  • Regel 4: Behalten Sie die Konkurrenz im Auge

Social Media eignet sich auch hervorragend, um zu überprüfen, was ihre Mitbewerber denn so auf den sozialen Netzwerken mit ihren Follower teilen. Schauen Sie nach, wo und in welchem Zusammenhang Markennamen der Konkurrenz genannt werden. Das ist für ihr Unternehmen eine Gelegenheit, mit potenziellen Kunden Kontakt aufzunehmen. Social Media bietet auch die Möglichkeit, darauf zu achten, welche Kundenwünsche häufig geäußert werden.

  • Regel 5: Bleiben Sie aktuell

Kommunikation über Social-Media-Kanäle ist sehr schnell. Es gibt diverse Moden, neue Marktplätze entstehen, andere verschwinden wieder. Bleiben Sie am Ball und achten Sie auf die aktuellen Trends, damit sie ihre Zielgruppe nicht aus den Augen verlieren. Überwachen sie ihre Aktivitäten und deren Ergebnisse. Probieren Sie auch einmal etwas Neues aus.

Social Media Fazit:

Für Unternehmen geht es in den sozialen Netzwerken wie Facebook, Google+, Twitter, Xing und LinkedIn, vor allem darum, Nachrichten und Neuigkeiten zu verbreiten und eine Verbindung zu Kunden auf- und auszubauen. Diese Transparenz bedingt aber ein Umdenken in der Kommunikation. Denn diese findet jetzt in zwei Richtungen statt. Auf die Unternehmensnachricht erfolgt häufig schnell eine Reaktion – negativ oder positiv. Unser Tipp: Verstellen Sie sich nicht und lassen Sie einen Dialog zu.

{ 0 Kommentare… Kommentar hinzufügen }

Kommentar hinterlassen

Previous post:

Next post: