Content Distribution: Vermeiden Sie diese Fehler

3. März 2017

Content Distribution

Das sich mit Content viele Kunden binden und neue Kunden finden lassen, hat sich bei deutschen Unternehmen mittlerweile herumgesprochen. Aber wenn es um die Content Distribution geht, sind viele Firmen noch nicht so weit.

Content Distribution lässt Kunden außen vor

So stelle schon im vergangenen Jahr eine Studie fest, dass viele Unternehmen ihre Inhalte nicht optimal verbreiten. Die meisten Firmen nutzen nur eigene Kanäle, um ihre INhalte zu verteilen.  Auf diese Weise erreichen sie aber nur Personen, die das Unternehmen schon kennen. Potenzielle Neu-Kunden bleiben außen vor, so die Studie „Content Marketing und Content Promotion in der DACH-Region“ des Online-Vermarkter Ligatus.

Fazit des Studienherausgebers: „Das Potenzial von Content Marketing verpufft in vielen Unternehmen noch immer“, bedauert Lars Hasselbach, Geschäftsführer DACH bei Ligatus. „Guter Content ist teuer und muss daher strategisch, also auch außerhalb der eigenen Kanäle, verbreitet werden, damit er sich wirklich lohnt. An entsprechend redaktionell hochwertigen Umfeldern mangelt es keinesfalls. Unternehmen sollten die aufmerksamen Leser genau hier mit relevanten Inhalten ansprechen.“

Content Distribution

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Verschiedenste Kanäle für die Content Distribution

Dabei stehen Firmen, die ihre Inhalte möglichst weit streuen wollen, viele verschiedene Kanäle zur Verfügung.

Owned Media (Eigene Medien):

Diese umfassen alle Medien, die Firmen selber betreuen und kontrollieren. Die wichtigsten sind sicherlich die Website, der Blog und die verschiedenen Profile auf Social-Media-Plattformen.

Paid Media (Bezahlte Medien):

Damit sind alle Möglichkeiten bezahlter Werbemaßnahmen gemeint. Hier wird die Nutzung von Kommunikationskanälen eingekauft. Zu den bekanntesten Paid Media Kanälen zählen Google AdWords, Display Advertising und Newsletter Ads.

Earned Media (Verdiente Medien):

Damit sind alle Kanäle gemeint, in denen Inhalte von Konsumenten erstellt und oder verbreitet werden. Allerdings ohne direkten Auftrag des Unternehmens. Diese Interaktion in sozialen Netzwerken ist sicherlich das bekannteste Beispiel für diesen Kanal.

Kaum Abstimmung in der Content Distribution

Doch viele tolle Inhalte verpuffe immer noch wirkungslos. Schließlich fehlt häufig eine strategische Abstimmung der einzelnen Kanäle, bedauert jede zweite in der Studie befragte Marketing-Fachkraft. 61 Prozent der Unternehmen verbreiten Inhalte über Werbung auf Social-Media-Netzwerken. 49 Prozent setzen auf Newsletter-Werbung und 44 Prozent auf Content Promotion über Text-Bild-Anzeigen. Schließlich nutzen nur 37 Prozent reine Displayanzeigen für die Content-Verbreitung.

Hintergrund dieser schlechten Content Distribution dürften einige klassische Fehler sein.

Klassische Fehler bei der Content Distribution

Keine Zielgruppe definiert

Journalisten wissen, für wen sie schreiben. In der Redaktion der Wochenzeitung Die Zeit war das früher der berühmte „Zahnarzt aus Gummersbach“. Der war natürliche keine reale Person. Sondern ein vom Bildungsniveau und der Kaufkraft idealtypischer Käufer der Wochenzeitung. Heute heißen solche typischen Kunden „Buyer-Personas“. Das sind typische Vertreter ihrer Zielgruppe. Nach dessen demographischen Daten und Informationsverhalten sollte die Auswahl der Distributionskanäle festgelegt werden.

Keine aktive Verteilung der Inhalte

Es gibt Unmengen von Content im Netz. Texte, Bilder, Grafiken oder Videos. Und vieles davon in hervorragender Qualität. Deswegen sind die Zeiten, in denen sich Inhalte wie von alleine verbreiteten, vorbei. Damit sie im Markt wahrgenommen werden, müssen Unternehmen diese aktiv verbreiten. Und auch ihre Follower dazu anregen, den Content zu teilen, zu kommentieren. Von alleine passiert das nicht.

Kein kreatives Content-Recycling

Guter Content ist teuer. Ihn deswegen nur einmal zu verwenden, wäre Verschwendung. Und außerdem verfehlt die einmalige Verwendung Teile der ausgewählten Zielgruppe. Gute Inhalte sind nach der ersten Veröffentlichung immer noch nutzbar. Wer diese also kreativ recycelt, kann sie durchaus mehrmals verwenden.

Keine Themenoffenheit

Leider hält sich in vielen Blogs immer noch hartnäckig die Unsitte, vor allem vom eigenen Unternehmen zu berichten. Das kann für den Leser und Kunden sinnvoll sein. Ist es aber nur in den seltensten Fällen. Vor allem, wenn der Unterhaltungs- und Nutzwert für Kunden nicht im Vordergrund steht. Und stattdessen lieber vordergründige Werbung für Produkte oder Dienstleistungen produziert wird. Hier gilt immer noch Satz aus der Werbung des Magazins Focus: Fakten, Fakten, Fakten – und immer an den Leser denken.

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