Content Curation für B2B-Unternehmen

Mit Content Curation nutzen Unternehmen legal die Inhalte von Mitbewerbern

7. September 2017

Content Curation? Kennen Sie nicht?  Vielleicht betreibt Ihre Firma das schon länger und Sie wissen es gar nicht? Das kann gut sein. Ist aber nicht schlimm. Denn letztendlich bezeichnet dieses Schlagwort aus dem Content Marketing nur, dass Sie auch auf die Inhalte hinweisen, die eben nicht von Ihrem Unternehmen stammen.

Wie funktioniert Content Curation?

Darunter versteht man das Sammeln und Zusammenfassen verschiedenster Informationen zu einem Thema. Dabei werden allerdings nicht die Inhalte in der Firmenkommunikation wieder gegeben. Das liefe unter dem Schlagwort Reblogging.

Bei der Content Curation geht es um ein Zitat oder einen Kommentar, von dem dann auf den ursprünglichen Content verlinkt wird.

Wofür brauchen Unternehmen Content Curation?

Viele Firmen verbreiten auf Social Media Plattformen wie Facebook oder Twitter vor allem eigene Inhalte. Das ist im Content Marketing schließlich auch genau so gewollt. Denn genau dieser Content bietet ja letztendlich den gewünschten Mehrwert.

Es schadet aber nichts, auch andere Sichtweisen über die eigenen Social Media Kanäle zu verbreiten. Beispielsweise um einen besseren Überblick über ein bestimmtes Thema zu geben, in dem man auch andere Sichtweisen aufzeigt. Das bedeutet, das Unternehmen zeigt weiterführende und nutzwertige Inhalte, die aber von anderen Anbietern stammen.

Welche Vorteile hat Content Curation?

Mit der Sammlung fremder Inhalter stellen Unternehmen im Content Marketing vor allem ihre umfassende Fachkenntnisse und einen hervorragenden Marktüberblick unter Beweis. Denn die weiter gefasste Palette an Informationen steigert den Nutzwert des Accounts für seine Leser deutlich.

Das hilft zum einen der Weiterempfehlungsrate. Und zum anderen steigern kuratierte Inhalte den Bekanntheitsgrad und dadurch natürlich die Reputation. Weiterer Pluspunkt: Es wirkt selbstsicher und ehrlich, wenn ein Unternehmen auch Konkurrenten und Mitbewerber zu Wort kommen lässt.

Natürlich profitieren auch die Urheber des ursprünglichen Contents durch mehr Aufmerksamkeit und mehr Besucher auf Ihrer Website.

Gibt es rechtliche Probleme bei Content Curation?

Wer fremde Quellen zitiert, muss natürlich jederzeit das Urheberrecht beachten. Das gilt ganz besonders im Internet, wo etwaige Verstöße dagegen natürlich sofort auffallen. Dabei gilt es darauf zu achten, dass fremde Inhalte wirklich nur zitiert und nicht kopiert werden. Deswegen sind eine komplette Wiedergabe fremder Quellen und sehr lange Zitate tabu. Das gilt genauso für Zitate ohne Quellenangabe oder das Hochladen fremder Dokumente auf den eigenen Plattformen.

Um auf der sicheren Seite zu sein, posten Sie deshalb nur Links und kurze Zitate aus der Originalquelle, deren Urheberschaft Sie natürlich kennzeichnen müssen.

Wordpress-Rubriken auf einem Bildschirm4 Tipps für Content Curation im B2B-Marketing

1: Relevante Inhalte kuratieren

Wenn Sie anfangen wollen, mit fremden Inhalten zu arbeiten, suchen Sie am besten nach den wichtigsten und meist gesuchten Begriffen, die für ihre Branche oder Industrie relevant sind. Wenn Sie davon eine Liste haben, suchen Sie mit Tools wie Google oder Feedly nach Artikeln, die diese Themen behandeln. Oder schauen Sie in Online-Publikationen nach, die für Ihre Branche relevant sind.

2: Zetteln Sie lieber Diskussionen an als einen Skandal

Es klingt vielleicht banal. Aber lesen Sie die Artikel, die Sie über ihre eigenen Kanäle teilen wollen. Denn es kann passieren, dass Ihnen zwar die Überschrift gefällt. Aber die Inhalte dann nicht mehr. Und es nicht sehr lustig, wenn Ihre Firma Bestandteil eines Clickbait-Betruges wird.

Seien Sie also vorsichtig. Scheuen Sie sich aber auch nicht, eine Kontroverse anzustoßen, wenn das eine brancheninterne Diskussion auslösen kann. Wählen sie interessante Artikel aus, über die sich die Fachleute austauschen können. Vermeiden Sie aber Texte, die ihre Branche oder einzelne Produkte kritisieren. Nehmen sie da lieber ausgewogenen Content.

3: Machen Sie Ihre B2B-Marke persönlicher

Social Media hat die Art und Weise, wie Menschen nach Informationen suchen, radikal verändert. Von daher sind kuratierte Inhalte eine perfekte Möglichkeit, auch B2B-Transaktionen persönlicher zu machen. Mit den kuratierten Inhalten zeigen Sie ihren Followern, dass sie sich für ihre Themen interessieren.

Nur firmeneigene Inhalte zu posten, kann schnell den Eindruck erwecken, sie liefern nur Content, um den Verkaufsprozess zu beschleunigen. Aber mit fremden Inhalten zeigen Sie auch Aspekte, an die man beim Verkaufsprozess nicht direkt denkt. Sie zeigen so ihre Expertise und Branchenkompetenz.

4: Ergänzen Sie Ihre Inhalte

Mittlerweile nutzen viele Unternehmen Content in ihrer Kommunikation. Doch viele Firmen machen es nur halbherzig. Oder es fehlen die Kapazitäten guten und treffenden Content für alle Kanäle zu produzieren. In diesem Fall kann Content Curation die unternehmenseigenen Inhalte sehr gut ergänzen. Vorteil: fremder Content macht nicht so viel Arbeit, wie selbst erstellte Inhalte. Ein kurzes Zitat und ein Link auf eine andere Website sind schneller erstellt als ein ausführlicher Blogartikel oder eine Info-Grafik.

Fazit:

Gute Content Curation nimmt die Bedürfnisse seines Publikums ernst und stellt diese über die Bedürfnisse des Unternehmens.

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